Erklärung & Anleitung
Eine Geräuschegeschichte ist eine spannende Geschichte, bei der du an bestimmten Stellen – zum Beispiel bei einem vorher festgelegten Wort – passende Geräusche machen kannst.
Beispiel: Wenn in der Geräuschegeschichte ein Gewitter vorkommt, kannst du mit den Füßen stampfen, um den Donner nachzumachen, oder in die Hände klatschen, um den Regen klingen zu lassen.
So wird das Zuhören zu einem echten Erlebnis: Du tauchst tiefer in die Geschichte ein, verstehst besser, was passiert, und die Welt der Geschichte wird lebendig. Dabei verbesserst du ganz nebenbei dein Gehör und deine Vorstellungskraft. Und du hast Spaß dabei, egal ob du das allein machst oder zusammen mit anderen Kindern.
Durchführung
Wenn du diese Methode mit anderen zusammen machst, setzt ihr euch am besten im Kreis zusammen. Du wirst jetzt selbst zu einem kleinen Roboter, der beim Vorlesen auf bestimmte Befehle in der Geschichte reagiert. Du kannst die Geschichte selbst vorlesen oder eine erwachsene Person dazu holen und vorlesen lassen. Oder wenn ihr mehrere Kinder seid, könnt ihr euch beim Vorlesen abwechseln.
Ein Befehl = Ein Wort, das ein Geräusch auslöst
Reaktion = Ein zum dem Wort passendes Geräusch
Beim ersten Vorlesen gibt es an den passenden Stellen eine kurze Pause und ein Zeichen, dass jetzt ein Geräusch dran ist. Überlege dir dann selbst, wie das passende Geräusch klingen könnte – oder lass dir einen Tipp geben, falls du nicht weiter weißt. Geh die Geschichte Schritt für Schritt durch und wiederhol sie ein zweites oder drittes Mal, bis eine flüssige Erzählung mit passenden Geräuschen entsteht.
Wenn du möchtest, kannst du die Geschichte danach auch mit einem Smartphone oder Aufnahmegerät aufnehmen und dir das Ergebnis gemeinsam mit anderen anhören. So entsteht dein eigenes kleines Hörspiel.
Geräuschegeschichte – Robo und der Stadtpark
In einer lebhaften Stadt gibt es einen kleinen Roboter namens Robo, der bei allen bekannt ist. Robo hat eine ganz besondere Aufgabe: Er kümmert sich um den Stadtpark. Aber eines Morgens findet er den Park voller Müll vor, den Menschen liegen gelassen haben.


Mit einem entschlossenen Piepen aktiviert Robo seinen Aufräummodus. Als er sich bewegt, macht jedes seiner Räder ein leises Surren. Er bückt sich und seine Metallhände klappern, während er den Müll Stück für Stück aufhebt.
Mina, die in der Nähe des Parks wohnt, sieht Robo bei der Arbeit. Sie rennt zu ihren Eltern und fragt nach einem Besen. Ihre Eltern freuen sich, dass sie etwas sauber machen möchte. Mina rennt mit dem Besen zurück zum Park. Dort beginnt sie kräftig zu fegen, während ihre Schritte auf dem Weg hallen.
Plötzlich ertönt ein lautes Klackern. Ein alter Getränkeautomat ist im Park umgekippt. Ohne zu zögern, nutzt Robo seine Motoren, um zum Automaten zu fahren. Und mit einem tiefen Brummen richtet er diesen wieder auf.
Ein Windstoß weht und die Blätter rascheln im Park. Robo und Mina arbeiten Hand in Hand, oder besser gesagt: Hand in Roboterhand. Als sie fertig sind, spielt Robo eine fröhliche Melodie. So bedankt er sich bei Mina.


Die Stadtbewohnerinnen und -bewohner, die das Treiben beobachten, beginnen zu klatschen und zu jubeln. Sie sind beeindruckt von Robos Einsatz und Minas Hilfsbereitschaft.
Robo hat nicht nur den Park vom Müll befreit, sondern auch gezeigt, dass Roboter und Menschen zusammen Großes erreichen können.
Denkt immer daran, wie ihr, ob als Mensch oder als »Roboter«, einen Unterschied machen könnt, um unsere Welt sauberer und grüner zu gestalten.
