Vom Urknall bis zu Robotern: Die spannende Geschichte unserer Welt in Bildern

Modul: Intelligente Maschinen
Thema: Die Geschichte der Roboter

Mit Hilfe eines Zeitstrahls erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über die Geschichte und technische Entwicklung von Robotern.

Zeichnen Sie einen Zeitstrahl an die Tafel und diskutieren Sie Meilensteine und Ereignisse gemeinsam, während passende Bilder an den Zeitstrahl geklebt werden.

Informationen für den Zeitstrahl

Urknall

Vor sehr langer Zeit, ungefähr vor 13,8 Milliarden Jahren, gab es ein großes Ereignis im Weltall, das wir heute „Urknall“ nennen. Stellt euch das wie eine riesige Explosion vor, bei der unser gesamtes Universum entstanden ist! Vorher gab es keine Sterne, keine Planeten und nicht einmal Raum oder Zeit. Nach dem Urknall begann das Universum zu wachsen und zu expandieren, und es bildeten sich Sterne und Galaxien – und auch unsere Erde. Aus diesem Ereignis entstand alles, was wir heute im Universum sehen können.

© Tengyart, Unsplash 

Vor etwa 3,5 Milliarden Jahren passierte auf der Erde etwas ganz Besonderes: Die ersten Lebensformen entstanden! Diese ersten Lebewesen waren winzig klein und bestanden nur aus einer einzigen Zelle, deshalb nennen wir sie Einzeller. Sie waren so klein, dass man sie nur unter einem Mikroskop sehen kann. Diese Einzeller waren die ersten Bausteine des Lebens auf der Erde. Sie lebten in den Ozeanen und waren sehr wichtig, denn sie haben den Weg für alle anderen Pflanzen, Tiere und Menschen, die später kamen, geebnet.

© National cancer institute, Unsplash 

Vor etwa 2,5 Millionen bis 10.000 Jahren vor unserer Zeit, lebten die Steinzeitmenschen. Sie hießen so, weil sie Werkzeuge und Waffen aus Stein bauten. Diese Menschen lebten in Höhlen oder selbstgebauten Hütten und jagten Tiere, um zu überleben. Sie lernten auch, wie man Feuer macht, was sehr wichtig war, um sich warm zu halten und Essen zu kochen. Die Steinzeitmenschen malten Bilder in Höhlen und erfanden neue Werkzeuge, was zeigt, wie schlau und erfinderisch sie waren.

© Wolfgang Sauber, Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0

Vor ungefähr 6.000 Jahren begannen Menschen, in Städten zu leben. Die erste Stadt hieß Uruk und lag im heutigen Irak. Vorher lebten die Menschen als Nomaden, das heißt, sie zogen von einem Ort zum anderen. Aber in Uruk fingen sie an, Häuser zu bauen und auf einem Fleck zu bleiben. Sie bauten Straßen, Märkte und Tempel und erfanden die Schrift. In Städten wie Uruk konnten viele Menschen zusammenleben und arbeiten, Handel treiben und neue Ideen entwickeln.

© M. Lubinski, Wikimedia Commons CC BY-SA 2.0

Das Mittelalter war eine Zeit in Europa, also dem Kontinent, auf dem wir leben. Sie dauerte etwa von 500 bis 1500 nach Christus. Im Mittelalter gab es Ritter in Rüstungen, Burgen und große Kirchen. Die Menschen lebten meistens auf dem Land und arbeiteten als Bäuerinnen und Bauern. Es gab aber auch Handwerkerinnen und Handwerker, Händlerinnen und Händler in den Städten. Die Königinnen und Könige regierten das Land, und es gab viele Ritter, die ihnen halfen. Im Mittelalter wurden viele wichtige Bücher geschrieben und beeindruckende Gebäude gebaut, die teilweise heute noch existieren.

© Elimende Inagella, Unsplash 

Im Jahr 1804 wurde in Großbritannien der erste Zug gebaut, der von einer Dampfmaschine angetrieben wurde. Er hieß „Locomotion No. 1“ und war eine große Erfindung. Stellt euch eine riesige Maschine vor, die mit Dampf und Kohle funktioniert und Menschen und Waren viel schneller transportieren konnte als Kutschen oder Pferde. Der erste Zug veränderte die Welt, weil er Menschen und Städte näher zusammenbrachte. So wurde es viel einfacher, von einem Ort zum anderen zu reisen.

© Yves Moret, Unsplash 

Könnt ihr euch einen Riesen-Computer vorstellen, der fast so groß ist wie ein Schulbus? So war der erste Computer, genannt „ENIAC“. Er wurde in den 1940er Jahren erfunden und war riesig! Statt wie ein Laptop auf eurem Schoß zu passen, füllte er einen ganzen Raum aus und war voller Kabel und blinkender Lichter. ENIAC konnte richtig schnell rechnen, viel schneller als jeder Mensch. Auch wenn er nicht Spiele spielen oder Videos zeigen konnte wie unsere Computer heute, war er doch der Anfang von allem. Stellt euch vor, dieser riesige Computer ist wie der Uropa aller Smartphones, Tablets und Laptops, die wir heute benutzen!

© K. Kempf, “U.S. Army Photo”, Wikimedia Commons, public domain 

Im Jahr 1961 wurde der erste Roboter in der Autoindustrie eingesetzt. Der Erfinder war ein Amerikaner namens George Devol. Er nannte ihn „Unimate“ und er war so etwas wie ein großer mechanischer Arm. Unimate arbeitete in einer Autofabrik und konnte schwere Teile heben und bewegen, was für Menschen zu anstrengend gewesen wäre. Der Roboter arbeitete sehr genau und machte keine Fehler, was ihn zu einem tollen Helfer in der Fabrik machte. Dieser erste Roboter war der Beginn einer großen Veränderung, denn seitdem wurden Roboter immer wichtiger in unserer Welt.

© Razor Robotics, Wikimedia Commons CC BY-SA 2.0

Stellt euch eine Welt vor, in der alle Computer miteinander sprechen können – genau das ist das Internet! Und der Startschuss dafür fiel 1989 mit der Erfindung des World Wide Webs (Weltweites Netz) durch den Briten Tim Berners-Lee. Dadurch wurde es viel einfacher, das Internet zu nutzen, das schon wenige Jahre zuvor in vereinfachter Form an den Start ging. Statt nur Nachrichten zu senden, konnten die Menschen jetzt Webseiten mit Bildern, Texten und Links erstellen und besuchen. Das war wie eine riesige Bibliothek, die in jedem Computer zu Hause stand! Das Internet veränderte alles: Wie wir lernen, wie wir spielen und wie wir mit anderen Menschen auf der ganzen Welt kommunizieren.

© Leon Seibert, Unsplash 

Im Jahr 1997 fand in Japan der allererste RoboCup statt, ein riesiges Treffen für alle, die sich für Roboter und künstliche Intelligenz interessieren. Der RoboCup ist heute weltweit der größte Wettbewerb seiner Art. Er wurde vom Japaner Hiroaki Kitano vorgeschlagen, um die Forschung anzukurbeln. Die ursprüngliche Herausforderung war, Roboter so weit zu entwickeln, dass sie 2050 bei der Fußballweltmeisterschaft mitspielen könnten. Der RoboCup hat mittlerweile das Ziel, das Wissen in den Wissenschaften Mechatronik, Informatik, Elektronik, Mechanik und Künstliche Intelligenz zu fördern. Forschungsteams aus aller Welt kommen hier zusammen, um ihr Wissen zu teilen. Beim RoboCup geht es nicht nur um Fußball – die Roboter nehmen an vielen verschiedenen Herausforderungen teil und zeigen, was in der Welt der Robotik alles möglich ist.

© C M, Unsplash

Im Jahr 2007 stellte eine Firma namens Apple etwas ganz Besonderes vor: das erste iPhone und damit das erste Smartphone. Es war wie ein kleiner Computer, den man in die Hosentasche stecken konnte! Mit dem iPhone konnte man nicht nur telefonieren und Nachrichten schicken, sondern auch ins Internet gehen, Fotos machen, Musik hören und viele Spiele spielen. Das Besondere daran war sein Touchscreen – man brauchte keine Tasten mehr zu drücken, sondern konnte einfach mit dem Finger auf dem Bildschirm tippen. Das iPhone startete eine Revolution, und seitdem sind Smartphones aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.

© Carl Berkeley, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Die Geschichte der Roboter

Dieses Video bietet Ihnen noch eine Ergänzung zur Arbeit mit dem Zeitstrahl. Dr. Frank Dittmann, Kurator der Ausstellung „Robotik – Maschinen, die dienen“ vom Deutschen Museum München, skizziert grob die Distanz zwischen ersten Überlegungen zu selbstständig agierenden Maschinen und dem heutigen Stand der Robotik.

Wofür wurden Roboter ursprünglich erfunden? Wie kam es von Industrierobotern zur Entwicklung von Servicerobotern und wie unterscheiden sie sich? Dr. Frank Dittmann gibt im folgenden Video eine nahvollziehbare Erklärung zu diesen Entwicklungen.

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum München entstanden.